DIE opheliaMASCHINE
KosmosTheaterSiebensterngasse 42, 1070 Wien
Karten: 01/523 12 26 oder karten@kosmostheater.at
6./7./8. MAI & 11./12./13./14.MAI 2010
20:30
Einen teaser dazu gibt es auf youtube:
Video
Künstlerische Leitung: Manfred Aichinger
Dramaturgische Beratung & konzeptionelle Mitarbeit: Nikolaus Selimov
Texte: Heiner Müller, "Die Hamletmaschine" (in der Interpretation der “Einstürzenden Neubauten“)
TänzerInnen: Laura Amtmann, Maja Franke, Ana Germ, Martina Haager, Celia Hickey, Magdalena Jankowska, Kanako Sako
Schauspieler:Tobias Draeger
Video: Jörg Pibal
Technische Leitung, Raum & Lichtdesign: Silvia Auer
Sounddesign: Martin Kratochwil
Produktion: Sonja Haupt
Fotos: Sonja Haupt
DIE opheliaMASCHINE inszeniert der mehrfach ausgezeichnete Choreograf Manfred Aichinger mit der Company homunculus als einen poetischen Albtraum. Dabei bezieht er sich auf Heiner Müllers Text “Die Hamletmaschine“. Allerdings stellt Aichinger die Figur der Ophelia in den Mittelpunkt der Performance. Hamlet wird in erster Linie durch akustische und visuelle Zuspielungen erlebbar und ist auf der Bühne physisch kaum präsent.
Gemeinsam mit 7 Tänzerinnen und einem Schauspieler untersucht der Choreograf,
wie sich persönliche und gesellschaftliche Erfahrungen im Körper und in der Bewegung abbilden.
Manfred Aichinger:
„Ohne Frage ist Heiner Müllers Ophelia Opfer. Mich interessiert allerdings nicht wie sie zum Opfer wird, sondern die Frage, was geschieht mit Ophelia nach dem Grauen?
Was bleibt von ihr übrig? Wie schreibt sich die Geschichte in ihrem Körper ein?
Was geschieht mit einem Menschen, wenn nach dem Schrei nur mehr Leere bleibt? Wenn ein Lächeln nichts mehr sagt und meint. Wenn sich die Eigenwahrnehmung nur noch auf elementarste Körperlichkeit reduziert?
Im zunehmenden Verfall des Körpers wird sie zuletzt auch dieser verlustig.
Ophelias Wahnsinn ist nicht offensichtlich. Sie verhüllt sich in Kühle, wird zu einem Geheimnis, Projektionsfläche für Gedanken, Wünsche und Interpretationen.
Tränen gibt sie nicht mehr preis. Ihr Schrei bleibt somit unerhört!“
DIE opheliaMASCHINE, folgt nicht dem üblichen Kategorisierungskanon. Will einfach ins Fleisch gehen … abbilden, beleuchten, albtraumartig für sich sprechend, ohne etwas zu erklären.
www.kosmostheater.at
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DIE opheliaMASCHINE / Kapitel 1 / Solo
(aufgeführt im März 2010 im Rahmen von "UNO : UNA fragmentiert", ein Abend mit zwei Choreografien.
Es wurden gezeigt: DIE opheliaMASCHINE / Kapitel 1 /Solo von homunculus und UNO von und mit Paola Bianchi(IT)
PRESSE
...Manfred Aichinger arbeitet mit seinem Ensemble an der Choreografie Die opheliaMASCHINE (angelehnt an Heiner Müllers „Hamletmaschine“ , begleitet von der szenisch-musikalischen Bearbeitung durch Einstürzende Neubauten), die im Mai Premiere haben wird. Mit einem Solo der Protagonistin Martina Haager zeigte er ein erstes Konzentrat der abendfüllenden Produktion. Schon diese ersten 20 Minuten, ließen ahnen, was Aichinger vorschwebt, nämlich zu zeigen, wie sich die blutige Geschichte und die Gefühle der Betroffenen in den Körper einschreiben.
Die Beine breit und aggressiv vorgestreckt, mit einem silbernen Schuppenpanzer vor der Brust, sitzt Ophelia in roten Polstern. Der Panzer wird abgelegt, schutzlos steht sie da, „Mutter, Witwe, Geliebte“ und ist voll Hass. Sie krümmt die Gliedmassen, verbiegt den Körper, als wollte sie in sich hineinkriechen, spannt den Leib, als wollte sie ihn zerreißen, rafft sich auf und rennt und rennt und rennt. Findet kein Ziel, keinen Ausweg, weiß nicht wohin sie sich wenden soll und fällt unvermittelt wieder zu Boden. Die Bewegungen der Tänzerin scheinen aus dem Innersten ihres Körpers zu kommen und erzählen mehr als die sparsam gesprochenen Worte. Die Neugier auf das gesamte Stück ist geweckt.




