DIE opheliaMASCHINE / Kapitel 1 / Solo
KosmosTheaterSiebensterngasse 42, 1070 Wien
Video
im Rahmen von "UNO : UNA fragmentiert", ein Abend mit zwei Choreografien.
Es wurden gezeigt:
DIE opheliaMASCHINE / Kapitel 1 / Solo von homunculus und UNO von und mit Paola Bianchi(IT)
DIE opheliaMASCHINE / Kapitel 1 / Solo
Choreografie/Regie: Manfred Aichinger
Tanz: Martina Haager
Dramaturgie & künstlerische Mitarbeit: Nikolaus Selimov
Lichtdesign: Silvia Auer
Choreograf und Regisseur Manfred Aichinger bezieht sich in seiner Inszenierung auf Heiner Müllers „Hamletmaschine“. In seiner Interpretation wird jedoch Ophelia in den Mittelpunkt gestellt, beleuchtet, vermessen und skelettiert.
Ophelia scheitert und zerbricht an den Machtstrukturen.
Sie findet ihren Selbstausdruck auf physischer Ebene.
DIE opheliaMASCHINE folgt nicht dem üblichen Kategorisierungskanon, sondern will vielmehr ins Fleisch eindringen … skurril, albtraumartig für sich sprechend, ohne etwas zu erklären, aber erfüllt von der Wut, bis jetzt keine Antwort auf die aktuellen Fragen gefunden zu haben.
Manfred Aichinger gibt einen ersten öffentlichen Einblick in seine neueste Arbeit.
Uraufführung der abenfüllenden Choreografie DIE opheliaMASCHINE mit 7 Tänzerinnen:
6.-14. Mai 2010 im KosmosTheater!
PRESSE
...Manfred Aichinger arbeitet mit seinem Ensemble an der Choreografie Die opheliaMASCHINE (angelehnt an Heiner Müllers „Hamletmaschine“ , begleitet von der szenisch-musikalischen Bearbeitung durch Einstürzende Neubauten), die im Mai Premiere haben wird. Mit einem Solo der Protagonistin Martina Haager zeigte er ein erstes Konzentrat der abendfüllenden Produktion. Schon diese ersten 20 Minuten, ließen ahnen, was Aichinger vorschwebt, nämlich zu zeigen, wie sich die blutige Geschichte und die Gefühle der Betroffenen in den Körper einschreiben.
Die Beine breit und aggressiv vorgestreckt, mit einem silbernen Schuppenpanzer vor der Brust, sitzt Ophelia in roten Polstern. Der Panzer wird abgelegt, schutzlos steht sie da, „Mutter, Witwe, Geliebte“ und ist voll Hass. Sie krümmt die Gliedmassen, verbiegt den Körper, als wollte sie in sich hineinkriechen, spannt den Leib, als wollte sie ihn zerreißen, rafft sich auf und rennt und rennt und rennt. Findet kein Ziel, keinen Ausweg, weiß nicht wohin sie sich wenden soll und fällt unvermittelt wieder zu Boden. Die Bewegungen der Tänzerin scheinen aus dem Innersten ihres Körpers zu kommen und erzählen mehr als die sparsam gesprochenen Worte. Die Neugier auf das gesamte Stück ist geweckt.




